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GeoLInk – Qualifizierung von Geographie-Lehrpersonen für Inklusive Bildung

Qualifizierung von Geographie-Lehrpersonen für Inklusive Bildung. Entwicklung und Evaluation von Aus- und Fortbildungsangeboten für inklusiven Geographieunterricht im Design-Based-Research

(Drittmittelfinanzierte Einzelförderung)

Projektleitung:
Projektbeteiligte: , ,
Projektstart: 1. Januar 2018
Projektende: 31. Dezember 2020
Akronym: GeoLInk
Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Qualifizierung von Geographie-Lehrpersonen für einen inklusiven Unterricht stellt eine wichtige Herausforderung dar. Bislang fehlen jedoch entsprechende Aus- und Fortbildungsangebote weitgehend und es gibt keine Forschungserkenntnisse zur Wirksamkeit solcher Angebote. Im Projekt GeoLInk, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung für drei Jahre gefördert wird, werden geographiedidaktische Seminare und Fortbildungsveranstaltungen entwickelt, durchgeführt und forschend begleitet. Die Forschungserkenntnisse fließen in eine Überarbeitung der Seminare und Fortbildungen ein und geben zugleich Aufschluss über die Wirkungen dieser Veranstaltungen.

       

Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01NV1726 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.

 

Übergeordnetes Ziel dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekts ist die Qualifizierung von Geographielehrpersonen für einen inklusiven Geographieunterricht. Dabei erfolgt auf unmittelbarer Ebene die Qualifizierung der an den Seminaren und Fortbildungen teilnehmenden (angehenden) Geographielehrpersonen. Auf wissenschaftlicher Ebene soll zur Gestaltung von inklusivem Geographieunterricht notwendiges fachdidaktisches Wissen (FDW) beschrieben werden. Zudem werden die geographiedidaktischen Seminare und Lehrerfortbildungen für Geographielehrpersonen zu inklusivem Geographieunterricht forschend begleitet. Dabei werden empirische Erkenntnisse zu Gelingensbedingungen und Wirkungen der Seminare bzw. Fortbildungen gewonnen.

Den Forschungsrahmen bildet der sog. Design-Based-Research-Ansatz (DBR). Dieser verbindet (empirische) Forschungs- und (konzeptionelle) Entwicklungsarbeit. Die auf theoretischer Basis entwickelten Seminare und Fortbildungen werden erprobt, forschend evaluiert und auf dieser Basis verbessert. Die neu entstandene, verbesserte Version der Seminare und Fortbildungen wird erneut erprobt und forschend begleitet.

Die konkreten wissenschaftlichen Methoden umfassen bei der Datenerhebung Beobachtungen und halbstandardisierte Leitfadeninterviews (Identifizierung von Gelingensbedingungen), Selbstauskünfte in Form eines standardisierten, itembasierten Fragebogens mit 4- bzw. 5-stufigem Antwortformat sowie offenen Fragen (Erhebung von Beliefs, Selbstwirksamkeitserwartungen etc. im Prä-Post-Vergleich der Seminare bzw. Fortbildungen) sowie einen Test mit Multiple-Choice- und offenen Aufgaben (Messung von Veränderungen u.a. im fachdidaktischen Wissen im Prä-Post-Vergleich der Seminare bzw. Fortbildungen). Bei der Datenauswertung kommen Verfahren der qualitativen Inhaltsanalyse sowie statistische Methoden (u.a. deskriptive Statistiken, Reliabilitätsanalysen, Korrelationen, lineare Regressionen, t-Tests für abhängige und unabhängige Stichproben, einfaktorielle Varianzanalysen mit Messwiederholung, Effektgrößen) zum Einsatz.

Im Rahmen des Projektes werden universitäre fachdidaktische Seminare sowie Fortbildungen für Lehrpersonen zu inklusivem Geographieunterricht durchgeführt. Die Seminare finden an mehreren Universitäten schwerpunktmäßig zwischen September 2019 und Februar 2020 statt. Die Fortbildungen für Geographielehrpersonen finden im Wesentlichen zwischen November 2019 und März 2020 statt.

Sie haben Interesse an der Teilnahme an einer Fortbildung? Informationen zum aktuellen Fortbildungsangebot finden Sie hier.

Das Projekt wurde und wird fortlaufend auf wissenschaftlichen Tagungen in Form von Posterpräsentationen und Vorträgen vorgestellt, u.a. auf dem Symposium des Hochschulverbands für Geographiedidaktik (Münster, 2018), auf dem Deutschen Kongress für Geographie (Kiel, 2019) und dem Forschungstag der Philosophischen Fakultät an der FAU Erlangen-Nürnberg (2019).

Schubert JC., Tellesch-Bülow C., Hofmann R., Kreuziger T.:
Qualifizierung von Geographie-Lehrpersonen für Inklusive Bildung. Entwicklung und Evaluation von Aus- und Fortbildungsangeboten für inklusiven Geographieunterricht im Design-Based-Research.
In: Hemmer M, Lindau A-K, Peter C, Schrüfer G. (Hrsg.): „Auf den/die Geographielehrer/in kommt es an!?“ – Lehrerprofessionalität und Lehrerbildung im Fokus von Theorie, Empirie und Praxis. Abstractband zum HGD-Symposium 2018, 2018, S. 68 – 69