Raumkonstruktionen

Subjektiv-konstruktivistische Ansätze im Geographieunterricht

Raum ist neben Zeit eine existenzielle Kategorie unseres Lebens und stellt den genuinen Forschungsgegenstand der Geographie dar. Jedoch ist der Begriff „Raum“ nicht nur im Alltagsverständnis mit anderer Bedeutung belegt als in der Geographie, auch für die Geographie ist zu konstatieren, dass Raum mehrdeutig ist, aus fachlicher Perspektive also weiter ausdifferenziert werden kann. Als fachliches Konzept (und zugleich Basiskonzept) dienen dazu die sog. Raumkonzepte der Geographie, die unterschiedliche Perspektiven (oder: Blicke) auf den Raum umschreiben.
Am Lehrstuhl für Didaktik der Geographie bildet die theoretische, empirische und konzeptionelle Auseinandersetzung mit Raum und unterschiedlichen Raumkonzepten einen Arbeits- und Forschungsschwerpunkt. Im Einzelnen wurden bzw. werden folgende Forschungsprojekte von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Lehrstuhls für Didaktik der Geographie durchgeführt:


Urbanes Räumen – Von subjektiven Raumvorstellungen Jugendlicher und deren Relevanz hinsichtlich einer Befähigung zu Raumbezogener Handlungskompetenz

(Projekt aus Eigenmitteln)

Projektleitung:
Projektstart: 06/01/11
Projektende: 05/31/15
URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/forschung/

Abstract:

Mit Raumbezogener Handlungskompetenz als übergeordnetem Ziel von Geographieunterricht ist die Fähigkeit gemeint, dass Schülerinnen und Schüler in der Lage sein sollen, ihr Lebensumfeld auf unterschiedlichen Maßstabsebenen zu verstehen sowie sich aktiv im Sinne eigenständiger Partizipation an dessen Gestaltung und Entwicklung zu beteiligen. Aus Gruppendiskussionen, die im Anschluss an eine Unterrichtsreihe mit Schülerinnen und Schülern einer 12. Jahrgangsstufe geführt wurden, konnten mittels dokumentarischer Methode unterschiedliche Schüler-Typen formuliert werden, die einen differenzierten Blick auf die Raumvorstellungen von Lernenden geben.

Publikationen:


Die Rolle von Sprache und Bildern in der Konstruktion geographischer Weltbilder

(Projekt aus Eigenmitteln)

Projektleitung:
Projektbeteiligte:
Projektstart: 04/01/12
Projektende: 04/01/15
URL: https://www.geodidaktik.phil.fau.de/forschung/

Abstract:

Als traditionell medienintensives Fach greift die Geographie auf solche Mittler zurück, die zu einem tieferen Verständnis von Räumen beitragen können. Entsprechend werden auch im Geographieunterricht Medien eingesetzt, die anschaulich sind und der Erkenntnisgewinnung dienen. Neben der Karte als einem wesentlichen geographischen Medium kommen auch Bilder, Filme, Karikaturen, Tabellen, Texte usw. zum Einsatz. Im Zuge eines linguistic turn ist jedoch die besondere Rolle der Sprache als einem raumkonstitutiven Medium – zunächst geographiespezifisch – noch wenig in den Blick geraten. Auch im schulischen Unterricht kann ein Bewusstsein dafür, dass Sprache nicht nur ein neutrales Mittel zur Kommunikation darstellt, für die (Re-)Produktion von Bedeutungen besonders im Sprechen über Räume und andere Lebenssituationen beitragen. Schülerinnen und Schüler sollen lernen, dass Medien stets nur selektive Bilder erzeugen bzw. Aufmerksamkeiten auf bestimmte Aspekte lenken können.

Publikationen:


Die geographische Perspektive im Sachunterricht der Grundschule: Beschreibung folgt

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