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Forschung

Geo-Lehrerprofession

Professionalisierung von Geographielehrpersonen in Aus- und Fortbildung

Die Lehrperson spielt im komplexen Wirkungsgefüge von Unterricht eine wichtige Rolle. Daher kommt der Lehrerprofessionalisierung in Aus- und Fortbildung eine hohe Bedeutung zu.

Vor diesem Hintergrund bildet am Lehrstuhl für Didaktik der Geographie die Professionalisierung von Geographielehrpersonen einen Forschungsschwerpunkt, der konzeptionelle sowie empirisch-forschende Arbeiten umfasst. Dabei werden sowohl die universitäre Phase der Lehramtsausbildung und der Aufbau von geographiedidaktischem Wissen als auch die Fortbildung von Geographielehrpersonen in den Blick genommen.


Einstellungen von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern zu den vier Raumkonzepten – empirische Untersuchung zum Einfluss des Professionswissens von Lehrkräften

Prof. Dr. Jan C. Schubert
Dr. Romy Hofmann
2016 – laufend

Kurzbeschreibung
Schon seit Längerem wird in der Unterrichts- sowie Bildungsforschung der Frage nach der (Erhebung, Messung, Verbesserung von) Unterrichtsqualität nachgegangen. Dem zugrunde liegt vermehrt die Annahme, dass die Lehrperson – spätestens seit Hattie – in den Vordergrund unterrichtlichen Handelns und als wesentlicher Einflussfaktor schulischen Lernens getreten ist. Theoretisch begründet wurde diese Sicht u.a. durch das Modell zur Lehrerprofession, welches von Baumert und Kunter (2006) prominent gemacht und u.a. im Kontext von Mathematikunterricht (s. COACTIV-Studie) umfassend geprüft wurde. Demzufolge sind neben den Überzeugungen/Werthaltungen, motivationalen Orientierungen und selbstregulativen Fähigkeiten der Lehrperson das pädagogische Wissen, Fachwissen, fachdidaktisches Wissen, Organisationswissen und Beratungswissen konstitutiv für deren professionelle Handlungskompetenz und damit den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern. Trotz der Bedeutung, die dieses Modell in den letzten Jahren in unterschiedlichen Fachbereichen erlangen konnte, fehlen zentrale Erkenntnisse für die Geographie(-didaktik). Im Rahmen dieses Forschungsbereiches geht es um die Frage, welchen Einfluss das Professionswissen von Geographie-Lehrkräften auf die Einstellungen von Schülerinnen und Schülern, besonders domänenspezifisch am Beispiel der vier Raumkonzepte, besitzt.
 


Planung und Analyse von Geographieunterricht – Konzeption eines Kurses für die VHB

Dr. Steffen Höhnle
Prof. Dr. U. Ohl (Universität Augsburg)
2014 – laufend

Kurzbeschreibung
Über einen blended learning-Kurs (virtuelles Seminar, Begleitseminar durch die Dozenten) soll die für die zukünftigen Geographielehrkräfte ganz wesentliche Veranstaltung zur Einführung in die Planung und Analyse von Geographieunterricht sowohl qualitativ verbessert als auch effektiver und praxisorientierter gestaltet werden.


Digitale Geomedien für zukünftige Geographielehrkräfte – Konzeption eines Kurses für die VHB

Dr. Steffen Höhnle
Prof. Dr. M. Braun, Dr. Sebastian Feick (FAU Erlangen-Nürnberg, Fachwissenschaft Geographie)
Prof. Dr. G. Obermaier (Universität Bayreuth)
2014 – laufend

Kurzbeschreibung
Über einen blended learning-Kurs sollen zukünftigen Geographielehrkräfte wesentliche Kenntnisse im Bereich der Geoinformation und der Fernerkundung nähergebracht werden. Aufbauend auf diesen Grundlagen werden die Möglichkeiten des Unterrichtens mit Geoinformation und Fernerkundung ausführlich thematisiert, aber auch die Anwendungen in der Privatwirtschaft vorgestellt. Während der Durchführung des Kurses erfolgen begleitende Evaluationsmaßnahmen. Der Kurs ist angelehnt an empirische Erkenntnisse aus verschiedenen Studien zur GI(S)-Implementierung (vgl. Forschungsschwerpunkt „Lernen mit Geoinformation“).

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