Hanna Velling verteidigt erfolgreich ihre Doktorarbeit

Hanna Velling mit der Prüfungskommission

In ihrer kumulativen Dissertation mit dem Titel „Überzeugungen angehender Lehrpersonen zum Experimentieren im Geographieunterricht: Fragebogenentwicklung und empirische Erkenntnisse“ untersuchte Hanna Velling die Beliefs und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen angehender Geographielehrpersonen zum Einsatz von Experimenten im Geographieunterricht. Hiermit leistete sie einen wichtigen Beitrag zur geographiedidaktischen Professions- und Unterrichtsforschung, insbesondere mit Blick auf die Rolle professioneller Überzeugungen in der Lehrkräftebildung.

Ausgangspunkt der Arbeit ist die Beobachtung, dass dem Experimentieren im Geographieunterricht zwar große didaktische Potenziale zugeschrieben werden und es in Lehrplänen, Bildungsstandards und Positionspapieren verankert ist, Experimente in der Unterrichtspraxis jedoch vergleichsweise selten eingesetzt werden. Vor diesem Hintergrund entwickelte und validierte Hanna Velling im Rahmen ihrer empirischen Arbeit Fragebögen zur Erfassung sachbezogener Beliefs sowie von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen angehender Geographielehrpersonen zum Experimentieren im Geographieunterricht.

Die Ergebnisse zeigen, dass angehende Geographielehrpersonen dem Experimentieren insgesamt positive bis sehr positive Überzeugungen entgegenbringen, insbesondere mit Blick auf handlungsorientierte Aspekte des Unterrichts. Zugleich weisen sie mittlere bis positive Selbstwirksamkeitsüberzeugungen hinsichtlich der Planung und Durchführung von Experimenten auf. Darüber hinaus konnte die Arbeit zeigen, dass fachübergreifende Überzeugungen zum Lehren und Lernen sowie zur Natur der Naturwissenschaften mit spezifischen Überzeugungen zum Experimentieren zusammenhängen.

Mit ihrer Dissertation stellt Hanna Velling erstmals theoretisch fundierte, reliable und valide Instrumente zur Erfassung entsprechender Überzeugungen im Kontext des Geographieunterrichts bereit. Die Arbeit liefert damit wichtige Impulse für die geographiedidaktische Forschung sowie für die universitäre Lehrkräftebildung, etwa zur Diagnose, Reflexion und Weiterentwicklung professioneller Überzeugungen angehender Geographielehrpersonen.